Training

Unser Training folgt einer klaren, aufbauenden Struktur. Vier Module – Kihon, Kata, Bunkai und Kumite – decken den gesamten Bereich vom Erlernen der einzelnen Technik, bis zur Anwendung als Selbstverteidigung und Kampf ab. 

Die Grundschule

Der japanischen Begriff Kihon bezeichnet im Karatetraining die Grundschule der Techniken. Kihon ist nicht nur für Anfänger die wichtigste Trainingsform, da hier die Grundlagen für instinktive Reaktionen geübt werden. Wiederholung der Bewegung ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Zum Kihon gehören Block- und Angriffstechniken und Bewegungsmuster, wie z.B. Angriffs- oder Ausweichmanöver.

Die Selbstverteidigungs-Toolbox

Eine Kata, ein Kampf gegen mehrere imaginären Gegner, ist ein Ablauf von Bewegungen mit Abwehr- und Angriffsmustern. Die Bewegungsrichtung ändert sich laufend und enthält die Muster und Taktiken unseres Stils. Diese Nahkampftaktiken simulieren Phasen und Rhythmen eines Kampfes. Die ursprüngliche Kraft des Goju Ryu mit dynamischen und natürlichen Bewegungen folgt dem Pulsschlag des Kampfes.

Selbstverteidigung wird real

Im Modul Bunkai geht es zur Sache. Du nutzt Techniken aus der Kata gegen echte Angriffe. Eine Kata ist eine Form, die sich nicht gross verändert und sich auch nicht deinen individuellen Möglichkeiten anpasst. Im Bunkai passiert dann aber genau das. Du wendest die Bewegungen der Kata individuell an. Du passt dich der Situation und dem Angriff an. Ein positiver Nebeneffekt: Du erlangst ein tieferes Verständnis für die Bewegungen in der Kata.

Der Zweikampf

Im Kumite wird der direkte Zweikampf geübt. Besonders wichtig sind Flexibilität, Schnelligkeit und Taktik. Neben dem physischen Training soll man sich dabei Schritt für Schritt an die mentale Auseinandersetzung gewöhnen, um einem Kampf instinktiv folgen zu können.

Wenn du einen Schritt nach vorn machen willst, greife zuerst mit den Händen an.

腳欲踏手先戰

Bubishi, 29 Solutions

Smartes Training

Wie viel, wie oft

Oft trainiert man einfach nach Gefühl, ohne den optimalen Umfang, die Häufigkeit oder Intensität zu kennen. Für kontinuierliche Fortschritte braucht man jedoch eine langfristige Strategie, um zu wissen, wie viel und wie oft man Karate trainieren sollte.

Das 1x1 des Trainierens
Beim Training wird dein Körper gestresst, verbrennt Energie und schüttet Moleküle aus, wodurch ein kataboler Zustand entsteht. Danach beginnt die Erholungsphase: Der Körper heilt sich und stellt mehr Energie bereit, um besser mit der Belastung umzugehen. Diese Phase nennt man Superkompensation. Dein nächstes Training sollte genau in dieser Phase stattfinden. Trainierst du zu früh, fehlt die Erholung und du gerätst ins Übertraining. Trainierst du zu spät, fällst du auf dein altes Niveau zurück.

Die eigenen Grenzen achten
Trainiere so oft wie möglich, aber achte auf Symptome von Übertraining (z. B. Gelenkschmerzen, Konzentrationsmangel, ständiger Muskelkater). Nach jedem Training solltest du dich besser fühlen.